Brustkrebs: Schön bin ich …

… weil ich lebe und lebendig bin. Adrienne trug nach der Brustkrebs-OP  Perücke. Aber nur für andere. Sie selbst akzeptierte ihre Glatze, rasierte sich sogar als die Haare ausgingen, den Kopf selbst. „So behielt ich die Kontrolle“, erklärt sie, „zumindest ein klein bisschen Kontrolle.“

Brustkrebs-Diagnose und die Welt steht Kopf

Adrienne gehört zu den 71.000 Frauen, die jährlich in Deutschland die Diagnose Brustkrebs erhalten. 71.000 Frauen, die plötzlich an einem Wendepunkt im Leben stehen: hinter ihnen liegt die Normalität, mit normalen Sorgen, normalen Beziehungen, normalen Plänen. Vor ihnen liegt Ungewissheit, eine Zeit fernab jeder gelernten Normalität.

Ja zum Leben

Was ich in mehr als Hundert Interviews von betroffenen Frauen gelernt habe, ist dieses unbedingte Ja zum Leben. Aus Hoffnung, aus Liebe, aus Trotz. Ja zum Leben, auch wenn es (für eine Wegstrecke) ganz anders ist als geplant und gewohnt. Ja zu jedem Augenblick sagen: mit der Familie, dem Partner, mit sich selbst.

Veröffentlicht von

Raphaela Kreitmeir

Was mich interessiert, sind Menschen. Worüber sie nachdenken, was sie antreibt, wie sie leben. Und was ihnen dabei hilft, nach einer lebensverändernden Diagnose, in einer Krisensituation Orientierung zu finden. Daher schreibe ich über Psychologie und Medizin, erkläre Studien, Wirkstoffe und Tools. Vor allem aber schreibe ich über Menschen. Denn jedes Leben ist reich an Erfahrungen.

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